Geschrieben von:
Gisela Staack
FB Gesundheit
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Ihre Verwirrung ist verständlich und ich kann siie leider nicht auflösen.
Viele Berater beraten aus ihrer Erfahrung heraus . Weil sie von keine gesicherte HIV-Infektion durch Oralverkehr kennen oder davon über Kollegen erfuhren, sind sie überzeugt davon, dass es keine gibt.
Dies ist keine wissenschaftliche Grundlage !
Über Sexualität zu forschen ist sehr schwierig, die Angaben der Befragten sind sehr beeinflussbar, ungenau oder missverständlich. Dazu kommt, dass das Erinnerungsvermögen durch die sexuelle Erregung stark beeinflusst wird. Auch ist der Wunsch manchmal Vater des Gedankens.
Deshalb gibt es kaum Untersuchungen zu diesem Thema.
Es gilt als sicher, dass HIV die Mundschleimhaut nicht durchdringen kann. Dies gilt aber nicht für den Rachen und Tonsillen sowie die Speiseröhre, wo gegebenenfalls Sperma einmassiert wird. Dort kann verschlucktes Sperma auch lange verbleiben, weil es vor dem Mageneingang wartet. Menstruationsblut wird wohl nur selten verschluckt. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass nichts - weder Sperma noch Vaginalflüssigkeit noch Blut - geschluckt werden darf. Das Ansteckungsrisiko ist allgemein für den Einzellfall sehr gering , --- das tröstet aber nicht über die stattgehabten Infektionen hinweg.
Wie hoch die Infektionsgefahr im Falle eines Falles wirklich ist weiss niemand.
Das Bedürfnis mit dem Feuer zu spielen ist offenbar immer noch höher, -- bei vielen Menschen, die sonst drei Sicherheitsnetze brauchen.
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