Geschrieben von:
Guenther Frank
FD Gesundheit
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Hallo David,
dazu ist zunächst zu bemerken, dass „hohe“ und „normale“ Viruslast nicht genau definierbar ist, da Person A sowohl als frisch infizierte Person als auch als schon längere Zeit infizierte Person eine jeweils gänzlich andere Viruslast haben kann, als Person B sie als frisch infizierte Person oder als schon längere Zeit infizierte Person haben kann. Hinzu kommt noch, dass alle Personen auch von Tag zu Tag Schwankungen in der Viruslast haben können.
Da Viruslastbestimmungen nur sehr selten vorgenommen werden und Experimente sich in diesem Feld verbieten, gehe ich davon aus, dass es keine empirisch - wissenschaftlichen Forschungsergebnisse zu Ihrer Fragestellung gibt.
Was wir wissen ist, dass in der Spermaflüssigkeit die Viruslast i. d. R. höher ist als im Lusttropfen (bei ein und derselben Person).
Konkret würde ich daher auf Ihre Frage denken, dass es zum Vergleich von 1. und 3. keine klare Antwort gibt, zum Vergleich von 1. und 2., zumindest wenn der Lusttropfen von jeweils derselben Person kommt (was eine zeitliche Verzögerung der beiden Ereignisse voraussetzt), die Gefahr bei 1. höher sein müsste, und beim Vergleich von 2. und 3., zumindest wenn die Spermaflüssigkeit und der Lusttropfen von derselben Person kommt, 3. gefährlicher ist.
Schöne Grüße,
Günther Frank
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