Geschrieben von:
Dr. jur. Theodor von Campe
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Den nachfolgenden Bericht habe ich von der Home von Dr. med. Wolfgang Wodarg, MdB, SPD, entnommen und setze ihne
mal hier rüber, weil ich denke, daß die Zahlen und Fakten zu denken geben könnten.
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Protest: Münchner Aids-Hilfe verweigert eine Spende von Abbott!
21.04.2008: Im vergangenen Jahr hatte Thailand eine Zwangslizenz zur Umgehung des Patents auf ein neues Aids-Medikament der Firma Abbott erlassen müssen. Die Erteilung von Zwangslizenzen erlaubt die lokale Produktion generischer Versionen patentgeschützer Medikamente. Durch diese Regelung können Menschen versorgt werden, die sonst keinen Zugang zu bezahlbaren Medikamenten hätten. Laut Ärzte ohne Grenzen sind dadurch die Behandlungskosten mit dem neuen Medikament von 2.800 US-Dollarg pro Jahr und Patient auf 695 Dollar gesunken. Nachdem die thailändische Regierung den Erlass der Zwangslizenzen ankündigte, kam Druck von der Pharmafirma.
Auch in Entwicklungsländern können lebensrettende Medikamente hergestellt werden, wenn nicht Pharmamonopole das verhindern.
Nun entschied die Münchner Aids-Hilfe aus diesem Grund kein Geld von der Firma Abbott mehr anzunehmen. Dort verzichtete man auf die finanzielle Förderung des Pharmaunternehmens mit einem dankenden Schreiben. Somit zeigte der Müncher Verein seine Solidarität mit den infizierten Menschen in Entwicklungsländern, die sich, anders als hier in Deutschland, aufgrund mangelnder sozialer Sicherungssysteme keine teuren patentgeschützen Therapien leisten können.
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